Gewaltarbeit

Arbeitsweise

Klienten können von Einrichtungen, Behörden und Institutionen an unsere Stelle zugewiesen werden. Wir führen die Interventionen im Gewaltbereich in Kooperation mit den zuweisenden Personen und Organisationen durch. Wir passen unsere Arbeit an die jeweiligen Behandlungserfordernisse an. Die Bausteine unserer Arbeit sind: Casemanagement, Clearing, Beratung, Training, Psychotherapie, Angehörigengespräche, Nachbetreuung.

Case Management
Clearing
Beratung, Training, Psychotherapie
Angehörigengespräche
Nachbetreuung


Case Management

Die Klärung der Rahmenbedingungen und die Fallführung erfolgt durch eine/n unserer CasemanagerInnen.

Diese sind mit sozialarbeiterischen Aufgaben für den Klienten und der Vernetzung mit den kooperierenden Organisationen und Institutionen betraut. Zu den Aufgaben der CasemanagerInnen gehören im Einzelnen:

  • Klärung der Zusammenarbeit mit überweisenden Organisationen
  • Kontaktaufnahme und Information des Klienten
  • Schriftliche Vereinbarung mit dem Klienten über die Intervention
  • Monitoring des Verlaufs der Intervention
  • Informationsweitergabe und –austausch mit kooperierenden Organisationen
  • Organisation der Nachbetreuung

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Clearing

Eine zentrale Voraussetzung für eine auf den jeweiligen Klienten abgestimmte (psychosoziale) soziotherapeutische Versorgung ist ein differenziertes klinisch-psychologisches Clearing.

Die Clearing-Ergebnisse dienen zur Erstellung eines individuellen Interventionsplans. Ein Clearing erfolgt zu mehreren Zeitpunkten:

  • Eingangsbegutachtung: Indikation, Kontraindikation, psychologischer Status, ggf. psychiatrischer Status, standardisierte Risikobeurteilung, Behandlungsfokus
  • bei Bedarf Verlaufsbegutachtung
  • Abschlussbegutachtung, in der die Interventionen evaluiert werden.

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Beratung, Training, Psychotherapie

Die weitere Arbeit mit dem Klienten erfolgt als Beratung, Training oder Psychotherapie, im Einzel- oder Gruppensetting, je nach Clearingergebnissen und daraus folgendem Interventionsplan.

Wir vermeiden einen „One size fits all“-Ansatz und versuchen, Behandlung und Intervention individuell auszurichten und auf den Einzelfall abzustimmen.

Mit Selbstmeldern in der Beratung wird zeitlich begrenzt in Richtung Verantwortungsübernahme, Problemeinsicht und Motivationsarbeit zur Teilnahme am soziotherapeutischen Programm gearbeitet.

Trainingsgruppen beinhalten psychoedukative und überwiegend verhaltensorientierte Elemente. Gruppen werden angeboten, wenn zum jeweiligen Zeitpunkt ausreichende Nachfrage nach einem Gruppenangebot besteht.

Bei einer entsprechenden Indikation, die aus den Ergebnissen des Clearings hervorgeht, absolvieren die Klienten Psychotherapie im Einzel- oder Gruppensetting.

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Angehörigengespräche

Bei Bedarf werden in jeder Phase des Soziotherapeutischen Programms Angehörigengespräche angeboten.

Die CasemanagerInnen können im Bedarfsfall auch von sich aus Kontakt zu Angehörigen aufnehmen (z.B. bei entscheidenden Veränderungen der Lebenssituation des Klienten). Die Klienten werden darüber durch den/die CasemanagerIn informiert.

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Nachbetreuung

Nach Abschluss der Intervention wird den Klienten Nachbetreuung angeboten und empfohlen.

Aus dem Abschluss-Clearing werden individuell abgestimmte Empfehlungen abgeleitet.

Klienten können somit in Krisensituationen und nach Abschluss des soziotherapeutischen Programms Betreuungs-, Beratungs-, Trainings- bzw. Therapieeinheiten in Anspruch nehmen.

Der/die CasemanagerIn hält auch nach der Intervention den Kontakt zum Klienten aufrecht, um die Nachbetreuung zu gewährleisten.

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