Über Heroes

HEROES® gegen Unterdrückung im Namen der „Ehre“.
HEROES® arbeitet präventiv mit jungen Männern aus sogenannten Ehrenkulturen, die sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Frauen und Männern in der Steiermark einsetzen. Ziel ist ein partnerschaftliches und gewaltfreies Geschlechter- und Generationenverhältnis auf Basis der Menschenrechte.

Veränderung braucht Mut

Bei HEROES® wollen junge Burschen aus sogenannten „Ehrenkulturen“ nicht länger den medialen Zuschreibungen und Verweisen an die gesellschaftlichen Ränder entsprechen. Die jungen Männer können hier selbstkritisch ihre eigenen Wertvorstellungen und ihre eigene Sozialisation in Familie und Herkunftsgesellschaft reflektieren und gleichzeitig mit den Werten der österreichischen Aufnahmegesellschaft in Verbindung zu setzen.

Heranwachsende Männer befinden sich oft zwischen den Traditionen, dem kulturellen und sozialen Hintergrund ihrer Eltern und den Werten und Anforderungen der österreichischen Gesellschaft, in der sie leben.

Veränderung braucht Zeit

In wöchentlichen Trainings beschäftigen sich die jungen Männer intensiv mit Themen wie Ehre, Identität, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Geschlechterrollen und Menschenrechten. Die Gruppenleiter unterstützen  die Jugendlichen dabei und vermitteln ihnen das notwendige Wissen, das sie in den anfänglichen Lern- und Reflexionsphasen brauchen. Nach einer fast einjährigen Trainingsphase erhalten sie ein Heroes-Zertifikat. 

Veränderung braucht Verantwortung

HEROES sind die Burschen selbst, die in ihrer jugendkulturellen Sprache und Ausdrucksform und mit ihren konkreten Alltagserfahrungen Traditionen kritisch reflektieren und neue Ansätze und Lösungsmöglichkeiten finden.

Als Heroes setzten sich die jungen Burschen sowohl in ihrer Herkunfts-Community als auch in anderen gemischten Jugendgruppen unterschiedlichster Einstellungen persönlich für rechtskulturelle Werte wie Gleichberechtigung, Demokratie, Menschenrechte, Gewaltfreiheit ein.

In ihren Peergroups arbeiten die Heroes mit den Gleichaltrigen an Themen wie Gleichberechtigung, Gewalt, Abbau von Stereotypen, Frauenrechten etc. und treten gegen die Unterdrückung der Frau im Namen der „Ehre“ ein. Somit leben sie einen „Imagewechsel“ vor und regen andere Jugendliche an, sich mit ihnen für gemeinsame Werte des Zusammenlebens einzusetzen. So bewirken sie einen Multiplikationseffekt.

Imagewechsel

Die Besonderheit des Projekts liegt darin, dass männliche Jugendliche selbst mit Peergroups unterschiedliche Themenstellungen erarbeiten und beispielhaft einen „Imagewechsel“ vorleben bzw. sich in voller Authentizität und Überzeugung für gemeinsame Werte des Zusammenlebens einsetzen und so einen Multiplikationseffekt bewirken.

Ziel ist es Vorurteile abzubauen, Alternativen und Vorbilder aufzuzeigen sowie Reflexionen zuzulassen.

Die wesentliche Idee liegt darin, dass das Projekt nur mit jungen Männern durchgeführt wird, aber vor allem junge Mädchen und Frauen davon profitieren. Außerdem werden in dieser Weise breitere Freundeskreise, Schulklassen, Jugendgruppen und Familiensysteme angeregt, gemeinsam ihre eigenen Werte zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

HEROES® - gegen Unterdrückung im Namen der Ehre wurde in Schweden entwickelt und wird seit 2007 in Deutschland erfolgreich umgesetzt. In Österreich gibt es das Projekt HEROES® in Salzburg und seit Jänner 2017 auch in der Steiermark: Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark (VMG) in Kooperation mit der frauenspezifischen Beratungsstelle DIVAN (Caritas Graz-Seckau).

Heroes

Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre. Für Gleichberechtigung in der Steiermark. Dieses Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds und das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres sowie durch das Land Steiermark/Soziales-Arbeit-Integration und die Stadt Graz/Bildung & Integration kofinanziert.

 

HEROES® gegen Unterdrückung im Namen der Ehre. Ein Projekt für Gleichberechtigung in der Steiermark.
Ein Projekt des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark (VMG) in Kooperation mit der Beratungsstelle DIVAN.