men talk Module

In 12 Modulen (Einführung, 10 inhaltliche Module, Evaluierung) setzen sich die Teilnehmer im gemeinsamen Gespräch mit Themen wie Umgang mit Gewalt und Emotionen, Gewaltschutz, Ehre und Respekt, Frauen- und Kinderrechte, Geschlechtergleichstellung sowie Sexualität und Beziehungen auseinander.

Modul 1: Willkommen

Das Ziel des ersten Moduls ist, Vorhersehbarkeit zu schaffen und sich miteinander vertraut zu machen. Die Teilnehmer werden darauf vorbereitet werden, dass der Hauptfokus der Gruppe auf den Dialogen liegt. Die Teilnehmer sollen einige einfache Gruppenregeln ausarbeiten, die beschreiben, wie die Gruppe sich die Modultreffen wünscht und wie sich die Dialoge gestalten sollen.

Modul 2: Was ist Gewalt?

Ziel des Moduls ist es, Einblick in die Indikatoren von Gewalt zu geben. Was macht Gewalt zu Gewalt? Woran kann ich Gewalt erkennen? Ein Dialog über verschiedene Formen von Gewalt, aber auch Betrachtungsweisen zum Thema Gewalt wird angeregt.

Modul 3: Gleichstellung

Ziel des Moduls ist es, ein Verständnis für die Bedeutung des Konzepts „Gleichstellung“ zu erhalten. Dafür werden mit der Gruppe verschiedene Fallbeispiele diskutiert. Die Teilnehmer nehmen unterschiedliche Perspektiven ein und überlegen gemeinsam Lösungen für ein faires, gemeinsames Zusammenleben.

Modul 4: Beziehung und Sexualität

Ziel des Moduls ist es, sich mit der Realität von vielfältigen Beziehungsformen auseinanderzusetzen und dahinterstehende Werte und Normen in der Gruppe zu diskutieren. Was ist den einzelnen Personen in Beziehungen wichtig? Welche gemeinsamen Werte und Ziele müssen ausverhandelt werden? Welche Rolle spielt Sexualität und welche Werte und Normen sind damit verbunden?

Modul 5: Gesetze – Behörden – Regeln

Ziele des Moduls ist es, Prinzipien des österreichischen Rechtsstaates kennenzulernen, die umsetzenden Institutionen und das Prinzip der Gewaltenteilung. Zusätzlich sollen die Teilnehmenden mit subjektiven Rechten und Freiheiten vertraut gemacht und zum aktiven Umgang mit dem Rechtsstaat ermächtigt werden.

Modul 6: Kinder haben Rechte

Ziel des Moduls ist es, einige der in der Rechtsordnung verankerten Rechte Minderjähriger und die damit zusammenhängenden Grundprinzipien und Konzeptionen kennenzulernen und sich mit den individuellen und kollektiven Verantwortlichkeiten für deren Umsetzung auseinanderzusetzen.

Modul 7: Umgang mit Hilfslosigkeit

Ziel ist, dass Erlebnisse der Ohnmacht und Hilflosigkeit ernst genommen werden sollen. Es soll ein Bewusstsein geschaffen werden, dass diese Gefühle das Handeln und die Reaktionen stark beeinflussen können und sogar zu Gewalt führen können. Ziel ist es auch, sich über Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen auszutauschen, um zu verhindern, dass eigene Reaktionen bagatellisiert werden.

Modul 8: Umgang mit Ärger und Wut

Ziel des Moduls ist es, auf zweckmäßige Strategien der Teilnehmer im Umgang mit Ärger und Aggression zu achten und darauf einzugehen. Es soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, dass es verschiedene Handlungsstrategien gibt um mit Ärger und Aggression umzugehen.

Modul 9: Stopp Gewalt!

Ziel des Moduls ist es, Gewalt als Folge von Konfliktsituationen zu verhindern. In diesem Modul soll ein Bewusstsein dafür angestoßen werden, dass die Teilnehmer Spielraum für ihr Erleben und Verhalten haben und auch in für sie schwierigen Situationen de-eskalierend kommunizieren und reagieren können, um so Gewalt zu verhindern. Verschiedene Beispiele aus Beziehungsleben und Alltagssituationen und die eigenen Beiträge zum Entstehen von Konfliktsituationen werden bearbeitet. Außerdem sollen die eigenen Ressourcen aktiviert werden, um in aggressionsbeladenen Situationen eigene Notfallpläne zur Hand zu haben.

Modul 10: Gewaltschutz in Familien

Ziel des Moduls ist es, eine Reflexion über den Wandel von Familienstrukturen anzuregen. Dabei soll der Einfluss gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und gesetzgeberischer Maßnahmen verdeutlicht werden (von patriarchal strukturierten Familien zu partnerschaftlichen Familienmodellen). Darüber hinaus sollen die Teilnehmer über die österreichischen gesetzlichen Regelungen zum Thema Gewalt und Opferschutz informiert werden.

Modul 11: Ehre und Respekt

Ziel des Moduls ist es, eine Reflexion und einen regen Austausch im respektvollen Umgang miteinander anzuregen – d.h. genau nachzufragen, wie die jeweiligen Ehrvorstellungen individuell beschrieben und begründet werden. Dabei soll eine Selbstreflexion aktiviert und alternative, neue Bedeutungen und Inhalte von Ehre herausgearbeitet werden. Basis dafür ist die Vermittlung der demokratischen Grundrechte sowie persönlicher, zwischenmenschlicher und (straf)rechtlicher Konflikte, die sich aus Ehrvorstellungen ergeben können.

Modul 12: Abschluss

Ziel dieses letzten Moduls ist es, die Arbeit der gesamten Dialogreihe und die Arbeit in den einzelnen Modulen zu evaluieren (Nutzen, Herausforderungen, Perspektiven).