MiP

Text

Pflege stärken. Gewalt verhindern.

In Österreich übernehmen zunehmend auch Männer* unbezahlte Pflegearbeit – als Partner oder Söhne. Neben organisatorischen, emotionalen und finanziellen Belastungen stehen sie häufig unter dem Druck traditioneller Männlichkeitsbilder, die es erschweren, Hilfe anzunehmen oder Überforderung anzusprechen. Dauerhafte Überlastung gilt jedoch als zentraler Risikofaktor für häusliche Gewalt.

Das Projekt setzt hier an: Es macht Belastungen und Unterstützungsbedarfe pflegender Männer* sichtbar und entwickelt gezielte Präventionsmaßnahmen – mit dem Ziel, insbesondere Frauen* ab 60 Jahren besser vor Gewalt zu schützen.

Methodisch basiert das Projekt auf rund 40 Interviews mit pflegenden Männern*, 25 Interviews mit Unternehmensvertreter*innen sowie Interviews mit Care-Expert*innen. In Fokusgruppen werden gemeinsam konkrete Unterstützungsangebote entwickelt. Daraus entstehen ein Forschungsbericht mit Handlungsempfehlungen, ein modulares Fortbildungskonzept mit 8–12 Formaten für rund 130 Teilnehmende sowie zwei praxisnahe Leitfäden (für pflegende Männer* und für Unternehmen). Ein Online-Dossier, barrierearme Informationsmaterialien und eine Abschlussveranstaltung sichern den Transfer.

Begleitende Evaluationen überprüfen Wirksamkeit und Praxistauglichkeit. Der Erfolg zeigt sich unter anderem in der Umsetzung der Maßnahmen, der erreichten Teilnehmendenzahl und der nachhaltigen Verankerung der Ergebnisse.

Ziel von MiP ist es, Pflegebedingungen zu verbessern, Überlastung zu reduzieren und damit einen wirksamen Beitrag zur Prävention von Gewalt gegen Frauen* 60+ zu leisten.

Projektstart
2025
AuftraggeberInnen

BMASGPK

Durchführende Organisation

Institut für Männer- und Geschlechterforschung im VMG

ProjektpartnerInnen

L & R Sozialfoschung

Untertitel
MiP - Bedarfe und Bedingungen für Männer* in unbezahlter Pflegearbeit. Ein Beitrag zur Gewaltprävention
Teaser

Pflege braucht Unterstützung. Indem wir die Bedingungen für pflegende Männer* verbessern, reduzieren wir Überlastung und tragen aktiv zur Prävention häuslicher Gewalt gegen ältere Frauen* bei.

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Foto-Typ
Dauer
2025-2027

SHIELD - Kinderschutz in betreuten Wohnformen stärken

Text

Das Projekt "SHIELD - Strengthening child protection in care facilities to support disclosure of violence" verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche in betreuten Wohnformen besser vor Gewalt zu schützen und sie dabei zu unterstützen, (mit-)erlebte Gewalt sicher und vertrauensvoll offenzulegen. Gemeinsam mit ihren Betreuungspersonen sollen junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren ein besseres Verständnis für unterschiedliche Formen von Gewalt und für Wege der Offenlegung entwickeln.
Kinder und Jugendliche, die in betreuten Wohnformen leben, gehören häufig zu mehrfach belasteten und vulnerablen Gruppen. Ihr Risiko, Gewalt in der Herkunftsfamilie, der Pflegefamilie, der Fremdunterbringung oder im sozialen Umfeld erlebt zu haben oder weiterhin ausgesetzt zu sein, ist deutlich erhöht. Gleichzeitig verfügen sie oft über wenig Ressourcen und sichere Anlaufstellen, um Vorfälle zu melden oder Unterstützung zu suchen.
SHIELD untersucht, welche Faktoren das Melden von Gewalterfahrungen in betreuten Wohnformen erleichtern oder erschweren – sowohl aus Sicht der Kinder und Jugendlichen als auch der Fachkräfte. Ein weiteres Ziel ist es, die Kompetenzen von Fachkräften in der Arbeit mit jungen Menschen zu stärken. Sie sollen besser erkennen können, wann Gewalt vorliegen könnte, und wissen, wie sie Kinder und Jugendliche sicher und wirksam unterstützen können. Parallel dazu arbeitet das Projekt daran, das Wissen von Kindern und Jugendlichen über Gewaltformen zu erweitern und sie zu ermutigen, über belastende Erfahrungen zu sprechen. Darüber hinaus sensibilisiert SHIELD Fachkräfte im Kinderschutz sowie die breite Öffentlichkeit für bewährte Schutzkonzepte und vorhandene Meldestrukturen. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung von Advocacy-Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, Kinderschutzsysteme langfristig zu stärken. Dazu gehören unter anderem der Aufbau eines Jugendbeirats (YAB) sowie die Entwicklung und Umsetzung von Trainingsprogrammen.
Das Projekt wird von HFC – Hope for Children (Zypern) koordiniert und gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Österreich, Italien, Litauen, Griechenland und Spanien umgesetzt.
 

Projektstart
2025
AuftraggeberInnen

EU-Programm CERV (Citizens, Equality, Rights and Values Programme) und BMSGPK
Funded by the European Comission, CERV-2024-DAPHNE and co-funded by the Austrian Ministry for Social Affairs, Health, Care and Consumer Protection.

Durchführende Organisation

Institut für Männer- und Geschlechterforschung
 

ProjektpartnerInnen

Hope For Children (HFC) – Zypern (coordinator of SHIELD)

Fundación Diagrama Intervención Psicosocial (FDIP) - Spanien 

Center for equality advancement (CEA) - Litauen

The Smile of the Child (TSoC) - Griechenland

CESIE ETS (CESIE) – Italien

Teaser

Das Projekt "SHIELD - Strengthening child protection in care facilities to support disclosure of violence" verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche in betreuten Wohnformen besser vor Gewalt zu schützen und sie dabei zu unterstützen, (mit-)erlebte Gewalt sicher und vertrauensvoll offenzulegen. 

Foto
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Foto-Typ
Dauer
2025-2027
Kontakt
scambore@genderforschung.at

Broschüre 'Mit Geschlechtergerechtigkeit zu Gewaltprävention'

Zitation

Scambor, Elli, Bergmann, Nadja, Bacher-Posch, Oliver, Danzer, Lisa, Nikolatti, Ronja, Pretterhofer, Nicolas, Sauseng, Jayda & Veronika Suppan (2025). Broschüre: Mit Geschlechtergerechtigkeit zu Gewaltprävention. Gender Equality and Quality of Life Study Austria.

Jahr
2025
Bereich
Stammbereich

Held*innen der Veränderung

Text

Das Projekt adressiert und bekämpft gesellschaftliche Problemlagen wie geschlechtsspezifische Gewalt und extremistische Denkweisen. Es schafft ein Bewusstsein für alternative Männlichkeitsmodelle und vermittelt Jugendlichen wichtige soziale Kompetenzen, die aktiv zu einem respektvollen, integrativen Zusammenleben beitragen. Die „Held*innen“ wirken als beständige Vorbilder, die Gleichaltrige inspirieren und sich für eine Gesellschaft einsetzen, die Vielfalt und soziale Eingliederung als Werte anerkennt.
Ausbildung Agents of Change: In Peer-Trainings werden Jugendliche aus Linzer Schulen auf ihre Tätigkeit als Agents of Change geschult und vorbereitet. Die Rekrutierung der Agents of Change (Peers) erfolgt über sozialpädagogische Fachkräfte an den jeweiligen Schulen.

Workshops an Linzer Schulen durch Agents of Change: An den teilnehmenden Linzer Schulen werden Peer-to-Peer Workshops durchgeführt. Geleitet werden die Workshops durch jeweils zwei Agents of Change (Peer-Educators). Fachlich begleitet und unterstützt werden die Workshops durch Expert*innen des VMG undf Lehrkräften vor Ort.

Schulungen und Gewaltcoaching für Fachkräfte: Begleitende Schulungen für pädagogische Fachkräfte an Linzer Schulen zu Gender Based Violence (GBV) und wie diese v. a. Burschen* in ihrem Engagement für Gleichstellung und gegen Gewalt und Extremismus stärken können, unterstützen das Vorhaben im Sinne eines strukturellen, systemischen Ansatzes. 

Projektstart
2025
AuftraggeberInnen

Stadt Linz, Integrationsbüro

Teaser

Das Projekt adressiert und bekämpft gesellschaftliche Problemlagen wie geschlechtsspezifische Gewalt und extremistische Denkweisen. Es schafft ein Bewusstsein für alternative Männlichkeitsmodelle und vermittelt Jugendlichen wichtige soziale Kompetenzen, die aktiv zu einem respektvollen, integrativen Zusammenleben beitragen. 

Dauer
2025

Jungen*pädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt

Zitation

JUPP-Posterpräsentation "Jungen*pädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt" im Rahmen der DGfE-Herbsttagung „Aufarbeitung des Umgangs mit sexualisierter Gewalt in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Konsequenzen, Desiderata und Ausblicke", 10. bis 11. November 2023 im Bildungszentrum Erkner.

Jahr
2023
Eigene PDFs
Bereich
Stammbereich

Preventing violence through gender equality. Gender Equality and Quality of Life Study Austria (EN)

Zitation

Scambor, Elli, Bergmann, Nadja, Bacher-Posch, Oliver, Danzer, Lisa, Nikolatti, Ronja, Pretterhofer, Nicolas, Sauseng, Jayda & Veronika Suppan (2025). Gender equality for violence prevention. Gender Equality and Quality of Life Study Austria.

Jahr
2025
Eigene PDFs
Bereich
Stammbereich

Mit Geschlechtergerechtigkeit zu Gewaltprävention. Gender Equality and Quality of Life Study Austria (DE)

Zitation

Scambor, Elli, Bergmann, Nadja, Bacher-Posch, Oliver, Danzer, Lisa, Nikolatti, Ronja, Pretterhofer, Nicolas, Sauseng, Jayda & Veronika Suppan (2025). Mit Geschlechtergerechtigkeit zu Gewaltprävention. Gender Equality and Quality of Life Study Austria.

Jahr
2025
Eigene PDFs
Bereich
Stammbereich

Warum wir über Männlichkeit und Care-Arbeit reden müssen

Zitation

Scambor, Elli (2025). Warum wir über Männlichkeit und Care-Arbeit reden müssen. In: „Gemeinsam für eine fairsorgende Wirtschaft und Gesellschaft. Wege und Strategien“

Jahr
2025
Eigene PDFs
Bereich
Stammbereich

Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Jungen* im Kontext von Queer Theory, Männlichkeitsforschung und geschlechterreflektierter Pädagogik

Zitation

Busche, Mart, Hartmann, Jutta, Scambor, Elli & Malte Täubrich (2025). Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Jungen* im Kontext von Queer Theory, Männlichkeitsforschung und geschlechterreflektierter Pädagogik. In Unsere Jugend - die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik, 77. Jg, 5/2025, S. 208-216.

Jahr
2025
Bereich
Stammbereich