Stadt und soziale Praxis
Scambor, E. (2013). Stadt als soziale Praxis. Eine Erkundung von Graz an den Achsen Geschlecht, Migration und Jugend. In: ÖGZ - Österreichische Gemeinde-Zeitung. Das Magazin des Österreichischen Städtebundes. 3/2013.
Scambor, E. (2013). Stadt als soziale Praxis. Eine Erkundung von Graz an den Achsen Geschlecht, Migration und Jugend. In: ÖGZ - Österreichische Gemeinde-Zeitung. Das Magazin des Österreichischen Städtebundes. 3/2013.
Geschlecht, Migration und Milieu als Achsen der Differenz sozialer Netzwerke
Sozialforschung und Medienkunst, das sind die beiden Schnittstellenbereiche des Projekts social networks /graz. Das Projekt erfasste die aktuellen sozialen Netzwerke von 362 BewohnerInnen der Stadt Graz und repräsentierte das Datenmaterial in einer Installation im Stadtraum.
Unterschiedliche Netzwerkstrukturen von Frauen und Männern mit und ohne Migrationserfahrung, mit und ohne Kinder unter 14 Jahren wurden in der Studie herausgearbeitet und miteinander verglichen. Aus den erfassten individuellen Netzwerken wurden idealtypische Netzwerkstrukturen der befragten Bevölkerungsgruppen ermittelt.
PassantInnen waren eingeladen, die erfassten sozialen Netzwerke mittels eines Interface im Grazer Augartenpavillon zu erforschen. Vorab denierte Strukturmerkmale der Studie wurden im Pavillon miteinander räumlich, optisch und akustisch in Beziehung gesetzt: wichtige Lebensbereiche, Kontakthäugkeit, Wechselseitigkeit der Beziehungen, Kontaktmedium, Erreichbarkeit und Zeit, die die Netzwerkmitglieder in ihrem Netzwerk verbringen.
Das Geschehen im Installationsraum funktionierte nach bestimmten, nachvollziehbaren Mechanismen, die die InstallationsbesucherInnen in ihrer Wahrnehmung über verschiedene Wahrnehmungskanäle wie ein Puzzle zusammenbauen konnten. Als Produkt entstand je nach Lesart eine „verstehbare“ Anordnung von Datenmaterial oder auch eine sinnlich erfahrbare Medien-/ Klanginstallation die die sozialen Beziehungsnetze der GrazerInnen zum Gegenstand hatte.
Erönung: 6. Juni 2011, 18.30 Uhr
Laufzeit: 7.-10. Juni 2011, jeweils 11.00-18.00 Uhr
Ort: Augartenpavillon im Augarten der Stadt Graz
Ein Projekt von Elli Scambor und Fränk Zimmer. In Zusammenarbeit mit Natascha Mauerhofer, Benedicta Nwoha, Seraffetin Tabur, Kevser Tas, Martina Derbuch Samek, Georg Holzmann, Walter Lang und Christian Scambor.
Forschungsbüro der Männerberatung Graz in Kooperation mit GenderWerkstätte und mur.at
Der Übergang vom Lebensfeld Schule/Bildung in jenes der Erwerbsarbeit/ Ausbildung/höhere Bildung zählt in diesem Lebensabschnitt zu den zentralen
Herausforderungen. Vor allem sozial benachteiligte Jugendliche weisen hier ein besonders hohes Risiko auf, diesen Übergang nicht oder nur sehr unbefriedigend zu schaffen. Unterstützende Angebote etwa auf arbeitsmarkpolitischer oder psychosozialer Ebene leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieser Jugendlichen und werden dabei als protektive Faktoren betrachtet, die geeignet sind, die Widerstandskraft sozial benachteiligter Jugendlicher zu stärken und deren Ressourcen – vor dem Hintergrund der jeweils gegebenen arbeitsmarktrelevanten Verhältnisse – so gut wie möglich zur Geltung kommen zu lassen.
In der vorliegenden Studie wurde dieser Lebens-Übergang unter einem geschlechtssensiblen Blickwinkel betrachtet und der Blick auf männliche Jugendliche mit sozialer Benachteiligung gerichtet.
BMASK
Evaluation SEGAME - Projekt zur Förderung der seelischen Gesundheit von AfrikanerInnen in der Migration durch Empowerment und Verbesserung ihres Zugangs zu psychosozialen Diensten. Die externe Evaluation fungierte als Instrument zur Wirkungskontrolle, Steuerung, Reflexion und Weiterentwicklung des Projekts SEGAME
Verein Ikemba
Forschungsbüro Männerberatung Graz
Bissuti, R. / Scambor, E. / Scambor, C. / Siegel, E. / Predrag P. / Zingerle, M. (2012). Bedarfsanalyse unterstützender Massnahmen von sozial benachteiligten männlichen Jugendlichen an der Schnittstelle Ausbildung und Erwerbsarbeit.
Kassis, W., Bohne, S., Scambor, E., Scambor, C., Mittischek, L., Busche, M., Puchert, R., Romero, A., Abril, P., Hrženjak, M. & Humer, ž (2011). STAMINA. Formation of non-violent behaviour in school and during leisure time among young adults from violent families (Research Report).
Scambor, C. & Scambor, E. (2012). Intersektionale Analyse in der Praxis. Grundlagen und Vorgangsweise bei der Analyse quantitativer Daten aus der Intersectional Map. In E. Scambor & F. Zimmer (Hrsg.), Die intersektionelle Stadt. Geschlechterforschung und Medienkunst an den Achsen der Ungleichheit. Bielefeld: transcript Verlag. S. 43-78.
Mitarbeit an der Erstellung des ersten Europäischen Männergesundheitsberichts. Rolle des Forschungsbüros: Reference Group (Beirat)
Leeds Metropolitan University
Forschungsbüro Männerberatung Graz
Die Strukturierung städtischer Räume ist Abbild unterschiedlicher Vergesellschaftungsbedingungen der Geschlechter (Becker-Schmid & Knapp, 2001; Becker, 2003), die in unterschiedliche Ethnien und Milieus eingebettet sind. Im Zuge der Analyse dieser Strukturierung beruft sich das Projekt intersectional_map/graz08 auf Leslie McCalls theoretisches Konzept „Intersectionality“, das die Triade von Gender, „Race“, Ethnicity und Class in einer inter-kategorialen Zugangsweise reflektiert. Dies bedeutet, dass die einzelnen gesellschaftlichen Kategorien in ihrem Verhältnis und in ihrer Wechselwirkung betrachtet werden. Intersectionality fungiert als integrales Analyseprogramm, das die Achsen der strukturierten Ungleichheit und der kulturellen Differenz in den Blick nimmt, jene Achsen also, die autobahnengleich, breite Schneisen durch gesellschaftliche Zusammenhänge ziehen. Die intersectional_map/graz08 untersuchte die intersektionelle Struktur ausgewählter Orte in der Stadt Graz sowie die mehr oder weniger stark ausgeprägten Anziehungstendenzen städtischer Orte und überführte beides in einen interaktiven Erfahrungszusammenhang. Eine bereichsübergreifende Arbeit wurde realisiert, die eine enge Verzahnung von wissenschaftlichem „Gebrauchswert“ und künstlerischer „Umsetzung“ anstrebte. Die wissenschaftliche Studie zum Bewegungsverhalten der StadtbewohnerInnen wurde zur Vorbedingung einer künstlerischen Realisierung und Veröffentlichung, die ihrerseits auf ihre (Funktions-) Weise Erkenntnisgewinn - sowohl in wissenschaftlicher als auch in erfahrungs- und lebensweltlicher Hinsicht zu bringen vermag (beobachten = teilnehmen). Kunst illustriert nicht einfach, sondern beteiligt sich maßgeblich an der Entwicklung eines Tools, eines Werkzeugs, das die intersectional_map/graz08 weiterleben und sich weiter entwickeln lässt.
Kultur Steiermark, Institut für Kunst im öffentlichen Raum, BMUKK, BMWF, Stadt Graz Wissenschaft.
Forschungsbüro Männerberatung Graz
In Kooperation mit www.liquid-music.org und www.genderwerkstaette.at
Das Forschungsbüro der Männerberatung Graz arbeitet an Projekten des Steirischen Dachverbands der
offenen Jugendarbeit unterstützend mit. Diese Projekte des Dachverbandes fokussieren in Graz die Integration
von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und in der Steiermark den bedarfsorientierten Aufbau und die Qualitätsentwicklung von Angeboten in der offenen Jugendarbeit.
Dachverband Offene Jugendarbeit
Forschungsbüro Männerberatung Graz
In Kooperation mit Fritz Reinbacher (ehem. Mitarbeiter der Männerberatung Graz), Serafettin Tabur, Coban Hasan und Edith Pöhacker.